Gebäudeversicherung

Unterschied zwischen Wohn-  gewerblicher Gebäudeversicherung

Jeder Gebäudebesitzer weiß: Schäden infolge von Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel können kostspielige Konsequenzen nach sich ziehen. Verzichtet der Hauseigentümer z.B. in Regensburg auf die Gebäudeversicherung, muss er die entstandenen Kosten im Schadensfall selbst tragen.

 

Um die Existenz nicht aufgrund eines mangelnden Versicherungsschutzes aufs Spiel zu setzen, gehört die Gebäudeversicherung daher in das Versicherungsportfolio eines jeden Hausbesitzers.

 

Bei der Berechnung für eine Gebäudeversicherung muss aber zunächst erst einmal geklärt werden, ob es sich um ein reines Wohngebäude ein gewerbliches Gebäude oder ein Mischgebäude handelt.

Wer eine Gebäudeversicherung abschließen möchte, muss dem Versicherer unter anderem auch darüber informieren, wie die Immobilie genutzt wird. Privat oder gewerblich und welches Gewerbe.

Der Kunde hat hier eine umfassende Anzeigepflicht, die auch im Gesetz geregelt ist.

Aus der Nutzung eines Gebäudes lassen sich somit bestimmte Risiken, wie z.B. eine höhere Brandgefahr ableiten. Eine genaue Berechnung des Beitrags kann somit erst dann erfolgen, wenn hier alle notwendigen Infos vorliegen.

Woran Unterscheidet sich eine Gewerbliche Gebäudeversicherung von einer Wohngebäudeversicherung?

Wohngebäude

Wohngebäudeversicherung

Wird das zu versichernde Gebäude nur zu Wohnzwecken genutzt, erfolgt die Versicherung über eine Wohn-gebäudeversicherung. Egal ob sich 2 oder 200 Wohneinheiten im Gebäude befinden. Die Berechnung erfolgt nach Ausführung z.B. Holz- oder Ziegelhaus, Wohnfläche, Baujahr, Sanierungsstand, Region, usw. Folgende Bausteine können abgeschlossen werden; -Feuer, -Leitungswasser, -Sturm/Hagel, -Elementarschutz. Es wird empfohlen, soweit es möglich ist, immer alle Bausteine abzuschließen!

Gewerbliche Gebäudeversicherung (der Unterschied)

Gebäude bis max. 49 % gewerbliche Nutzung

Bei Wohngebäuden mit überwiegender Wohnnutzung, ist das Gebäude ist nach dem Wohngebäudetarif zu versichern. Für den gewerblichen Anteil werden, je nach Gewerbe, aufgrund einer evtl. höheren Feuergefahr Zuschläge berechnet. Eine Schreinerei hat ein anderes Risiko als ein Bürobetrieb

Gewerbliches Gebäude (ohne oder bis max. 49% Wohnzwecke)

Gebäude, die ausschließlich oder über 50% für unternehmerischen Zwecken genutzt werden, sollten/müssen durch eine gewerbliche Gebäudeversicherung abgesichert werden. Um ein rein betrieblich genutztes Gebäude handelt es sich immer dann, wenn die gesamte Fläche der Immobilie im Rahmen gewerblicher Tätigkeiten genutzt wird. Dabei kann es sich sowohl um Büroräume, Lagerhallen, Ladengeschäft oder um Arztpraxen oder Werkstätten handeln. Wird ein Schaden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel verursacht, deckt die gewerbliche Gebäude-versicherung alle anfallenden Kosten bis zur vereinbarten Deckungssumme ab. Abhängig von Tarif und Versicherer, können neben den oben genannten Gefahren auch weitere Risiken abgedeckt oder auf Wunsch mit eingeschlossen werden. Hierzu zählen beispielsweise "Elementarschäden", Elektronikgefahren-Gebäudetechnik", "Unbenannte Gefahren" oder eine "Glasversicherung". Je nach Versicherung und Versicherungstarif können weitere Bausteine wie; -Mietausfall, -Diebstahl von Gebäudebestandteilen, -Graffiti-Schäden, -usw. enthalten sein. Durch die Versicherung abgesichert sind neben dem Firmengebäude in der Regel auch Einbauten wie Heizungen oder sanitäre Installationen.

Egal, ob man eine gewerbliche Gebäudeversicherung oder eine Wohngebäudeversicherung für sein Eigenheim abschließen möchte, die Angaben, die man gegenüber der Versicherung machen muss, sind fast identisch. Ein entscheidender Unterschied besteht jedoch; die Angabe zur Art des Gewerbes das sich im zu versichernden Gebäude befindet z.B. hat eine Schreinerei im Gebäude eine höhere Brandgefahr als ein reiner Bürobetrieb. Entsprechend erfolgt auch die Beitragsberechnung.

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